#kkongress: Niemals zuvor war Kommunikation so wichtig

 

Junior Consultant Felix Hübner über sein erstes Mal beim Kommunikationskongress

 

Felix Hübner war 2020 das erste Mal beim Kommunikationskongress ‒ unter erschwerten, hybriden Bedingungen.

Auch wenn die Entscheidung damals richtig war, war meine Enttäuschung groß: Nachdem im März die Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten waren, hatte ich schon gar nicht mehr geglaubt, dass ich in diesem Jahr überhaupt nochmal vor Ort an einem Event teilnehmen würde.

Doch ich wurde eines Besseren belehrt: Der Kommunikationskongress 2020 fand als eine der ersten Veranstaltungen dieser Größenordnung seit Beginn der Coronakrise statt – in einer hybriden Version mit digitalem Angebot und einer Präsenzveranstaltung in Berlin. Aus diesem Grund bezeichnete BdKom-Präsidentin Regine Kreitz den #kkongress auch als „Salzburger Festspiele der Kommunikation“, die ebenfalls als Präsenz-Event der Coronakrise trotzten.

Gemeinsam mit rund 300 anderen Teilnehmern vor Ort und tausenden Kollegen vor den Bildschirmen erlebte ich zwar keine musikalischen Glanzlichter, dafür aber reflektierte, informative und geistreiche Tage mit vielen Größen der Kommunikationswelt ‒ und sie zeigten ganz klar: Nie war Kommunikation so nötig wie heute! Daher habe ich meine wesentlichen Erkenntnisse aus den zahlreichen Diskussionen, Workshops, Impulsvorträgen und Best Cases einmal zusammengefasst:

1. “Zeigt eure Unternehmenswerte nicht nur ‒ sondern lebt und belegt sie auch!”

Eine klare Haltung hilft Unternehmen nicht nur, sich öffentlich zu positionieren. Sondern vor allem auch, den eigenen Kern der Corporate Brand zu schärfen. Das ist an sich nichts Neues. Vor ein paar Jahren noch hat es möglicherweise genügt, auf die Homepage zu schreiben, wie nachhaltig, zukunftsorientiert und gewissenhaft das eigene Unternehmen agiert. Doch heute wird klar, dass Unternehmen und deren Repräsentanten die kommunizierten Werte jederzeit leben, nachweisen und auch mit Zahlen und Fakten belegen müssen. Ansonsten ist das Vertrauen bei allen wichtigen Stakeholdern schnell verspielt.

2. “Auch wenn es manchmal anstrengt: Erklären, erklären, erklären.”

Unsere Welt wird immer komplexer. Gerade durch die Globalisierung sind gesellschaftliche Ereignisse wie die Corona-Pandemie für kaum jemanden im Detail zu verstehen. Die (meisten) Menschen sehnen sich nach Erklärungen von Experten. Kein Wunder, dass Virologe Christian Drosten mit seinem Podcast eine solche Erfolgsgeschichte geschrieben hat, da er dort genau dies tut.

Insbesondere in der internen Kommunikation kommt es für uns Kommunikatoren mehr denn je darauf an, unsere Kollegen und Mitarbeiter an die Hand zu nehmen, wichtige Informationen zur Verfügung zu stellen und vor allem Hintergründe zu erklären – sei es zu aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen, zum formulierten Leitbild oder dem neuen internen Mitarbeitertool. Und das nicht nur einmal, sondern so oft wie nötig. Eigentlich jeden neuen Tag. Denn wenn nach Corona eines noch stärker bei uns bleiben wird als bisher, ist das die Veränderung.

3. “Es menschelt (endlich) in der Digitalisierung!”

Gerade in digitalen Zeiten werden Empathie und Achtsamkeit in der Führung von Mitarbeitern immer wichtiger. Das machte insbesondere Microsoft-CEO Sabine Bendiek in ihrer digitalen Keynote deutlich. „Technologie ist in der digitalen Transformation nur ein Teilfaktor. Ohne den Menschen dahinter wird der digitale Turbo ins Schleudern geraten“, prognostiziert sie. Und recht hat sie. Das heißt für uns Kommunikatoren: Digitale Tools und Formate sind schön. Doch wir müssen aufpassen, auch Räume des persönlichen und menschlichen Austauschs zu schaffen. Nur so kann es uns allen gelingen, gemeinsam den digitalen Herausforderungen zu begegnen und keinen auf halber Strecke zu verlieren.

4. “#Darwinism: Nur wer sich anpasst, wird überleben.”

„Das was heute Vormittag noch neu war, ist heute Nachmittag schon längst überholt“. Ganz so extrem ist es in der Kommunikation vielleicht noch nicht. Doch wir sind nahe dran: Gerade wir Kommunikationsfachleute agieren in einem Umfeld, in dem ständig unerwartete Dinge auf uns warten. Das hat uns die Coronakrise zum Teil schmerzlich vor Augen geführt. Darum brauchen wir vor allem eines: Mut. Den Mut, scheinbar in Stein gemeißelte Grundsätze ständig zu hinterfragen, sie immer wieder anzupassen und laufend zu optimieren. Und das vor uns selbst, unseren Mitarbeitern und unseren Vorgesetzten. Dazu gehört Courage, aber wie heißt es so schön: Den Mutigen gehört die Welt.

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