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Werte Index 2018: Natur und Familie wichtiger

Gestern wurde in Hamburg Deutschlands wichtigstes Social Media-Meinungsbarometer vorgestellt: Die Trendstudie Werte-Index 2018. ORCA van Loon Communications unterstützte die Herausgeber bei der Organisation der kommunikativen Maßnahmen und setzt damit die seit 2014 andauernde Zusammenarbeit mit Kantar TNS und dem renommierten Trendforscher Peter Wippermann fort.

Hamburg, 21.11.2017 – Der heute veröffentlichte Werte-Index 2018 analysiert Diskussionsbeiträge in deutschsprachigen Social Media-Kanälen und zeigt, wie aktuell traditionelle und ursprüngliche Werte an Bedeutung gewinnen: Die Natur verdrängt die Gesundheit von ihrer Spitzenposition auf Rang zwei und die Familie steigt auf den dritten Platz. Der Erfolg verliert hingegen an Relevanz und wird neu definiert – statt „besser“ wollen die Deutschen „glücklicher“ werden. „Die vergangenen zehn Jahre haben gezeigt, wie schnell und deutlich sich Werte und ihr Bezugsrahmen verändern“, stellt Jens Krüger, Geschäftsführer bei Kantar TNS, dazu fest.

Die Diskussionen der User zeigen, dass die Aufsteiger-Werte dabei nicht konservativ betrachtet, sondern neu und modern aufgeladen werden. Deutliche Spuren hinterlassen die Migrationsströme der letzten Jahre: Die Konfrontation mit dem Unbekannten fordert User in Diskussion heraus, die eigenen Werte explizit zu definieren.
An der Spitze: die ursprüngliche Natur

TOP 1 Natur erreicht erstmals seit der Erhebung des Werte-Index im Jahr 2009 den Höchstwert im Ranking. Am häufigsten sind Beiträge, die sich der Ursprünglichkeit der Natur widmen und wie bereits in der Vergangenheit, wird die Natur als Quelle für Seelenfrieden und Kraft beschrieben. Umweltveränderungen sowie Umwelt- und Klimaschutz gehören ebenfalls weiterhin zu den relevantesten Themen.

TOP 2 Gesundheit bleibt ein wichtiger Wert der Deutschen. Die Selbstoptimierung ändert dabei aber ihre Qualität: Die einfache Statusmeldung über die eigene Befindlichkeit löst den ausführlichen laienmedizinischen Austausch ab. Nicht nur in Textbeiträgen, auch auf Instagram gewinnt dabei die Ernährung an Bedeutung.

TOP 3 Familie klettert um drei Plätze auf den dritten Rang und hat damit massiv an Bedeutung gewonnen. Rituale und Routinen mit der Familie werden in Text und Bild geradezu zelebriert. Große Aufmerksamkeit kommt auch der Familie als Wert an sich zu. Die Trendperspektive zeigt, dass mit der Generation Y der Anspruch auf Perfektion in der Familie vom Mut zur Gelassenheit abgelöst wird.

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Aufsteiger-Werte Natur und Familie; Verbesserung für Sicherheit.
Neben den Aufsteigern Familie und Natur verbesserte sich auch der Wert Sicherheit um zwei Platzierungen. Zum ersten Mal wird Sicherheit häufiger diskutiert als Vertrauen. Die Beiträge werden zunehmend in den politischem Sicherheitskontext gestellt. Der Fokus liegt auf der Rolle des Staates, insbesondere im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise. Dabei geht es sowohl um Fragen der inneren Sicherheit als auch um die Sicherheit der Geflüchteten, die es zu gewährleisten gilt.

Historisches Tief für Freiheit; Abstieg für Erfolg.
Zum ersten Mal schafft es der Wert Freiheit nicht in die TOP 3, sondern fällt auf Rang vier. Individuelles Definieren und Erleben von Freiheit im Alltag stehen dabei im Mittelpunkt. Diskussionen rund um politische Freiheit verlieren an Relevanz, vielmehr stellen sich neue Fragen an die Freiheit – beispielsweise in der Verbindung mit künstlicher Intelligenz.
Der Wert Erfolg verliert drei Positionen und befindet sich jetzt auf Rang sechs. Das Zeitalter der Helden scheint vorüber. Die Generation Z setzt lieber auf harte Arbeit als auf Retter. Begleitet ist dies von einem großen Wunsch nach Vorhersehbarkeit.

Fazit
Die Konfrontation mit dem Unbekannten zwingt uns zur Bekenntnis, zum Eing21estehen und zum Definieren, was uns wichtig ist. Das Unbekannte wird in der vorliegenden Studie vor allem mit Phänomenen der Globalisierung und Migration verbunden. Wer in die Zukunft blickt, erkennt, dass technologische Entwicklungen wie Robotik und Künstliche Intelligenz kritische Herausforderungen darstellen, wenn es darum geht, eigene Werte zu definieren und zu verteidigen. Auch hier geht es um Werte wie Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit. In den vergangenen Jahrzehnten brachten technologische Entwicklungen enormen gesellschaftlichen Fortschritt. Der gesellschaftliche Fortschritt bemisst sich in Zukunft aber stärker denn je daran, wie sehr wir es in einer globalisierten, technisierten Welt schaffen, gut miteinander zu leben. Technisch vernetzt zu sein, ist eine leichte Übung. „Die Technik verbindet uns aber nur unverbindlich. Jetzt geht es um tragfähige soziale Verbindungen“, erläutert der Trendforscher Peter Wippermann.

Über den Werte-Index
Der Werte-Index wird seit 2009 alle zwei Jahre von Peter Wippermann, Trendforscher, emeritierter Professor für Kommunikationsdesign und Gründer des Trendbüro, und Jens Krüger, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Kantar TNS, erhoben.
Für den Werte-Index 2018 wurden rund 4 Millionen Postings der populärsten deutschen Websites, Communities und Blogs im Zeitraum vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 quantitativ und qualitativ daraufhin untersucht, wie User grundlegende gesellschaftliche Werte (u. a. Freiheit, Gesundheit, Natur, Familie, Gemeinschaft) im deutschen Web diskutieren. Im Vergleich mit den Ergebnissen des Werte-Index 2009, 2012, 2014 und 2016 kann der Wertewandel identifiziert und nachverfolgt werden.
Erstmals fließt Instagram als Social-Media-Quelle und damit Bildmaterial in die Analyse ein. Außerdem werden zum ersten Mal die Beiträge von Influencern gesondert analysiert um Erkenntnisse über die Wertediskussion der Meinungsführer in den Social Media zu ermöglichen. Ergänzt werden die empirischen Ergebnisse um die Perspektive der Trendforschung sowie um Interviews mit Experten und Unternehmern, die sich den Implikationen des Wertewandels bereits in der Praxis stellen.
Weitere Informationen zum aktuellen Werte-Index gibt es unter www.tns-infratest.com, www.werteindex.de und bit.ly/dfv_Fachbuch_Werte-Index.

Trendbüro
Trendbüro ist eine international arbeitende Trendforschungs- und Marketingberatungsagentur. Gegründet 1992 von Prof. Peter Wippermann in Hamburg, hilft Trendbüro Unternehmen, Trends in Gesellschaft und Konsum zu analysieren, um Marktchancen zu erkennen und in Marketingstrategien zu übersetzen. Aktuelle Publikationen u. a.: „Otto Group Trendstudie 2013 – 4. Studie zum ethischen Konsum“, „Healthstyle 2 – Das Zeitalter der Selbstoptimierer“, Trendstudie für Telefónica: „Mein digitales Ich – Leben in der Netzwerkgesellschaft“. Seit 2009 ist Trendbüro Teil der eigentümergeführten, global operierenden Kommunikationsagentur Avantgarde.
Weitere Informationen unter www.trendbuero.com und unter www.peterwippermann.com.
Kantar TNS
Kantar TNS ist eines der weltweit führenden Marktforschungsunternehmen mit Experten in über 90 Ländern. Wir liefern handlungsorientierte Erkenntnisse und Empfehlungen und helfen unseren Auftraggebern dadurch, die richtigen und relevanten Entscheidungen zu treffen und Wachstum zu erzielen. Mit unserer Expertise in den Bereichen der Produktinnovationen, Marke und Kommunikation, Shopper und Kundenbeziehungsmanagement unterstützen wir unsere Kunden dabei, die für Wachstum in deren Geschäftsfeldern relevanten Themen zu identifizieren, zu optimieren, zu gestalten. Kantar TNS ist ein Unternehmen der Kantar Gruppe. Weitere Informationen unter www.tns-infratest.com.

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Startschuss für die Alsterfontäne 2017

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„Superbrands“ Marken-Auszeichnung

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„Superbrands“ Marken-Auszeichnung

Bereits zum siebten Mal verlieh Superbrands in diesem Jahr seine hoch angesehene Auszeichnung in Deutschland und kürte, im Rahmen der Awarded Superbrands Germany Gala am 15. Mai 2017 in Berlin, die erfolgreichsten Produkt- und Unternehmensmarken der Welt.

Superbrands steht für eine unabhängige internationale Organisation mit Hauptsitz in London, die seit 22 Jahren herausstechende Marken aus über 88 Ländern auszeichnet. Ein typisches „Ranking“ sollte jedoch nicht erwartet werden, sondern viel mehr eine „Top 100“, deren Errungenschaften und Leistungen in einzigartiger Form hervorzuheben sind. Es sind Marken, die selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten durch Beständigkeit und Qualität überzeugen und über Jahre eine herausragende Stellung und Bekanntheit in der Wirtschaft einnehmen.

Die Organisation genießt ein weltweit hohes Ansehen und veröffentlicht seine Dokumentation der stärksten Marken im jeweiligen Land in Form eines großformatigen Bildbandes. Jeder gekürten Marke wird eine Doppelseite mit ausgiebigen Informationen und Bedeutung gewidmet. Dieses Jahr wurde das Buch der Superbrands Germany 2016/2017 am 15. Mai während des Tribute Events veröffentlicht.

Die unabhängige Bewertung und Wahl der Superbrands übernahm für jede teilnehmende Nation ein Team aus ausgewählten kompetenten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien, Agenturen und Universitäten. Anhand vorangegangener Marktforschungsstudien wurden die weltweit gleichen Bewertungskriterien betrachtet und schlossen Faktoren wie Markendominanz, Kundenbindung, Goodwill sowie Langlebigkeit und gesamte Markenakzeptanz ein.

Wir sind stolz, dass Dietrich Schulze van Loon, geschäftsführender Gesellschafter ORCA van Loon, in der diesjährigen deutschen Jury seine Kompetenzen von über 30 Jahren Agenturerfahrung einsetzen durfte. Bereits 2007 war Schulze von Loon Mitglied der Superbrands Germany Jury und durfte sich der schwierigen Wahl herausstechender Produkt- und Unternehmensmarken stellen.

Den Preis für die Persönlichkeit des Jahres erhielt Wotan Wilke Möhring. Das entsprechende Video dazu sehen Sie hier.

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Erfolgsfaktor Krisenprävention

ADAC, VW, Germanwings – das sind nur drei Unternehmen, die jüngst mit einer Krise in die Schlagzeilen gerieten. Dietrich Schulze van Loon erklärt, was Krisenprävention leisten kann und wie effektives Krisenmanagement funktioniert. Er ist geschäftsführender Partner von ORCA van Loon und bringt über 35 Jahre Krisenerfahrung mit.

Herr Schulze van Loon, wie sind Unternehmen Ihrer Erfahrung nach im Bereich Krisenprävention aufgestellt?

Ungenügend. Viele Unternehmen beschäftigen sich mit Krisen erst dann, wenn sie da sind. Sie sehen das als Vergeudung von Ressourcen. Das halte ich für einen groben Fehler.

Was macht Krisenprävention denn so relevant?

Je besser man auf eine Krise vorbereitet ist, desto effizienter kann man sie managen. Krisenprävention zu betreiben – also z. B. Manuals inkl. Social-Media-Guidelines zu erstellen, Medientrainings durchzuführen oder realistische Krisensimulationen durchzuspielen­ – ist somit absolut sinnvoll. Dieses Feedback kam auch gerade von einem Kunden, mit dem wir ein intensives mehrtätiges Krisentraining durchgeführt haben.

Runtergebrochen auf fünf Schlagworte, was zählt bei effektivem Krisenmanagement?

Monitoring, Vorbereitung, Kompetenz, Instrumentarium und Schnelligkeit.

Stichwort Schnelligkeit: Dank Social Media verfolgen wir Ereignisse am anderen Ende der Welt in Echtzeit. Wie hat Social Media Krisenprävention verändert?

Social Media hat unsere Kommunikationslandschaft grundlegend verändert. Ein Unternehmen kann heute auf den unterschiedlichsten Kanälen in kürzester Zeit unter Beschuss geraten, Stichwort Shitstorm. Da ist crossmediales Denken gefordert. Gerade Social-Media-Kanäle muss man permanent im Blick haben und sich auf die Tonalität des Netzes verstehen.

Auch eigene Mitarbeiter sind heute immer stärkere potenzielle Kommunikatoren. Wie muss man diese in eine Krisenkommunikationsstrategie integrieren?

Eine One Voice Policy zu realisieren wird heute immer schwieriger. Mitarbeiter sollte man beim Thema Krisenkommunikation unbedingt einbinden. Im Fall einer Krise funktioniert das am besten persönlich, unter Nutzung sich bietender technologischer Dialogformen. So kann man die Sachlage erklären und ihnen 3-5 Kernbotschaften an die Hand geben.

Und zum Abschluss – was wäre denn ein Beispiel für gutes Krisenmanagement?

So traurig der Sachverhalt als solcher auch ist – Germanwings hat beispielhaft in der Krise kommuniziert. Andere tun sich dagegen wesentlich schwerer.

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Startschuss für die Alsterfontäne 2017

Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen begrüßte die Alsterfontäne zum 31. Mal den Frühling in der schönsten Stadt der Welt. Am Freitag, den 24. März 2017, um 12.00 Uhr startete das traditionelle Wahrzeichen auf der Binnenalster, um wieder zahlreiche Menschen mit der fast 60 Meter hohen Fontäne in ihren Bann zu ziehen.

Live dabei waren Dennis Kossenjans und Hendrik Schulze van Loon, beide ORCA van Loon Communications GmbH, um vor Ort den reibungslosen Ablauf für die zahlreichen Medienvertreter zu organisieren. ORCA van Loon betreut seit 2008 als Pro-Bono Projekt die Stiftung Binnenalster in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus verantwortet die Kommunikationsberatung seit November 2016 auch den Social Media Etat der Stiftung Binnenalster bzw. der Alsterfontäne. Hier geht es zur Pressemitteilung.

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