Umgang mit KI-generierter Desinformation

10.06.26

Fake News sind so alt wie die öffentliche Kommunikation selbst. Doch was früher aufwendige Kampagnen mit menschlichen Ressourcen erforderte, lässt sich heute in Minuten automatisieren. KI-generierte Desinformation verändert die Bedrohungslage für Unternehmen fundamental und wird noch immer unterschätzt.

Das belegen aktuelle Zahlen eindrücklich: Laut dem Global Risk Report des World Economic Forum (2025) zählt Desinformation zu den größten kurzfristigen globalen Risiken überhaupt. Das Allianz Risk Barometer 2026 zeigt zudem, dass KI-Risiken global von Platz 10 auf Platz 2 der größten Geschäftsrisiken gesprungen sind – direkt hinter Cybervorfällen. Generative KI beschleunigt dieses Risiko weiter. Deepfakes, täuschend echte Texte und koordinierte Bot-Netzwerke machen Desinformationskampagnen schneller, günstiger und schwerer erkennbar. Moderne KI-Agenten agieren auf sozialen Plattformen als scheinbar unabhängige Nutzer*innen, verstärken sich gegenseitig, erzeugen künstlichen Konsens und erwecken so den Eindruck einer breiten, authentischen Debatte. Für Außenstehende ist das oftmals kaum zu erkennen.

Wenn Vertrauen zur Zielscheibe wird

Für Unternehmen bedeutet das: Risiken entstehen heute plötzlich, wirken glaubwürdig und können sich innerhalb von Stunden viral verbreiten. Der Schaden geht dabei oft weit über die Reputation hinaus. Er betrifft das Vertrauen von Kund*innen, Mitarbeitenden und Investor*innen, die Stabilität von Lieferketten und nicht zuletzt die gesellschaftliche Handlungsfähigkeit. Desinformationsangriffe sind dabei häufig kein isoliertes Phänomen, sondern bilden die erste Stufe in einem hybriden Angriffsszenario, mit dem Ziel, dieses Vertrauen zu erschüttern. Dass viele Unternehmen darauf noch nicht vorbereitet sind, zeigt der Edelman Trust Report: Rund ein Drittel der Unternehmen ist nach eigener Einschätzung nicht ausreichend auf Desinformationsangriffe vorbereitet.

Prävention, Monitoring, Reaktion – ein integrierter Ansatz

Was sollten Unternehmen konkret tun, um sich gegen Desinformation zu schützen? Entscheidend ist ein integrierter Ansatz, der Monitoring, Kommunikationsstrategie und Organisationsstruktur zusammendenkt. Vier Maßnahmen sind dabei besonders wirksam:

  1. Kontinuierliches Digital Listening, das Angriffe frühzeitig, idealerweise noch in der Entstehungsphase, erkennt.
  2. Klare Narrative und verlässliche Informationskanäle, die im Ernstfall sofort aktiviert werden können.
  3. Sensibilisierte Mitarbeitende
  4. Interdisziplinäre Teams aus Kommunikation, IT und Legal, die im Krisenfall koordiniert handeln können.

KI-generierte Desinformation muss also Teil des regulären Issues- und Reputationsmanagements werden und nicht erst Thema, wenn die Krise sich bereits zugespitzt hat.

Eines ist klar: Desinformation ist kein Kommunikationsproblem mehr – sie ist ein Geschäftsrisiko. Unternehmen, die das heute erkennen, sind morgen besser aufgestellt. Bei ORCA van Loon unterstützen wir dabei: von der Risikoanalyse über Kommunikationshandbücher bis zur Schulung interdisziplinärer Krisenteams. Mehr zu unserem Ansatz in der Krisenprävention.

In Anlehnung an:

Global Risk Report 2025, Allianz Risk Barometer 2026, Edelman Trust Report, KI-Agenten als Desinformationswerkzeug – Forschung von mimikama, Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, Desinformationsangriffe gegen Unternehmen – Studie des VSW-Bundesverbands

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Umgang mit KI-generierter Desinformation

10.06.26

Fake News sind so alt wie die öffentliche Kommunikation selbst. Doch was früher aufwendige Kampagnen mit menschlichen Ressourcen erforderte, lässt sich heute in Minuten automatisieren. KI-generierte Desinformation verändert die Bedrohungslage für Unternehmen fundamental und wird noch immer unterschätzt.

Das belegen aktuelle Zahlen eindrücklich: Laut dem Global Risk Report des World Economic Forum (2025) zählt Desinformation zu den größten kurzfristigen globalen Risiken überhaupt. Das Allianz Risk Barometer 2026 zeigt zudem, dass KI-Risiken global von Platz 10 auf Platz 2 der größten Geschäftsrisiken gesprungen sind – direkt hinter Cybervorfällen. Generative KI beschleunigt dieses Risiko weiter. Deepfakes, täuschend echte Texte und koordinierte Bot-Netzwerke machen Desinformationskampagnen schneller, günstiger und schwerer erkennbar. Moderne KI-Agenten agieren auf sozialen Plattformen als scheinbar unabhängige Nutzer*innen, verstärken sich gegenseitig, erzeugen künstlichen Konsens und erwecken so den Eindruck einer breiten, authentischen Debatte. Für Außenstehende ist das oftmals kaum zu erkennen.

Wenn Vertrauen zur Zielscheibe wird

Für Unternehmen bedeutet das: Risiken entstehen heute plötzlich, wirken glaubwürdig und können sich innerhalb von Stunden viral verbreiten. Der Schaden geht dabei oft weit über die Reputation hinaus. Er betrifft das Vertrauen von Kund*innen, Mitarbeitenden und Investor*innen, die Stabilität von Lieferketten und nicht zuletzt die gesellschaftliche Handlungsfähigkeit. Desinformationsangriffe sind dabei häufig kein isoliertes Phänomen, sondern bilden die erste Stufe in einem hybriden Angriffsszenario, mit dem Ziel, dieses Vertrauen zu erschüttern. Dass viele Unternehmen darauf noch nicht vorbereitet sind, zeigt der Edelman Trust Report: Rund ein Drittel der Unternehmen ist nach eigener Einschätzung nicht ausreichend auf Desinformationsangriffe vorbereitet.

Prävention, Monitoring, Reaktion – ein integrierter Ansatz

Was sollten Unternehmen konkret tun, um sich gegen Desinformation zu schützen? Entscheidend ist ein integrierter Ansatz, der Monitoring, Kommunikationsstrategie und Organisationsstruktur zusammendenkt. Vier Maßnahmen sind dabei besonders wirksam:

  1. Kontinuierliches Digital Listening, das Angriffe frühzeitig, idealerweise noch in der Entstehungsphase, erkennt.
  2. Klare Narrative und verlässliche Informationskanäle, die im Ernstfall sofort aktiviert werden können.
  3. Sensibilisierte Mitarbeitende
  4. Interdisziplinäre Teams aus Kommunikation, IT und Legal, die im Krisenfall koordiniert handeln können.

KI-generierte Desinformation muss also Teil des regulären Issues- und Reputationsmanagements werden und nicht erst Thema, wenn die Krise sich bereits zugespitzt hat.

Eines ist klar: Desinformation ist kein Kommunikationsproblem mehr – sie ist ein Geschäftsrisiko. Unternehmen, die das heute erkennen, sind morgen besser aufgestellt. Bei ORCA van Loon unterstützen wir dabei: von der Risikoanalyse über Kommunikationshandbücher bis zur Schulung interdisziplinärer Krisenteams. Mehr zu unserem Ansatz in der Krisenprävention.

In Anlehnung an:

Global Risk Report 2025, Allianz Risk Barometer 2026, Edelman Trust Report, KI-Agenten als Desinformationswerkzeug – Forschung von mimikama, Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, Desinformationsangriffe gegen Unternehmen – Studie des VSW-Bundesverbands

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